Bezirk 2 Ilmenau

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Fisch des Jahres


Anglerverband Niedersachsen e.V.

– vormals: Landessportfischerverband Niedersachsen e.V.–

Anerkannter Landesfischereiverband nach § 54 Nds. FischG -
Anerkannter Naturschutzverband nach § 60 NNatG
Mitgliedschaften:
Deutscher Angelfischerverband e.V.
Norddeutscher Gewässerschutz e.V.
Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V

Aalverordnung - Bezirk 2 Ilmenau

informationen zur EU Aalverordnung

Link zur Seite des VdSF:

Aalverordnung
http://www.vdsf.de/documents/aalverordnung-europarat2007.pdf (Link nicht mehr gültig)

Anhang zur Aalverordnung
http://www.vdsf.de/documents/aalverordnung-europarat2007anhang.pdf (Link nicht mehr gültig)


Hier der Text der Verordnung unformatiert zur Information:

ADDENDUM 1 ZUM A-PUNKT-VERMERK
des Ausschusses der Ständigen Vertreter
für den Rat
Nr. Kommissionsvorschlag: 13139/05 PECHE 203 - KOM(2005) 472 endg.
Betr.: Vorschlag für eine Verordnung des Rates mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung
des Bestands des Europäischen Aals

Artikel 1
Gegenstand
1. Mit dieser Verordnung werden Rahmenbedingungen festgelegt für den Schutz und die nachhaltige
Nutzung des Bestands des Europäischen Aals der Art Anguilla anguilla in den
Gewässern der Gemeinschaft, den Lagunen des Küstenraums (Strandseen), den Flussmündungen
und Flüssen sowie den damit verbundenen Binnengewässern der Mitgliedstaaten,
die in die Gewässer der ICES-Untergebiete III, IV, VI, VII, VIII, IX oder in das Mittelmeer
fließen.

2. Was das Schwarze Meer und die mit ihm verbundenen Flüsse anbelangt, so trifft die Kommission
nach dem Verfahren gemäß Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 371/2002 nach
Anhörung des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für die Fischerei bis
31. Dezember 2007 eine Entscheidung, ob diese Gewässer natürliche Lebensräume des
Europäischen Aals gemäß Artikel 2b sind.

10361/07 ADD 1 gt/ar 2
DG B III DE

3. Die Maßnahmen im Rahmen dieser Verordnung werden unbeschadet der betreffenden
Bestimmungen der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume
sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen sowie der Richtlinie 2000/60/EG des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens
für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik erlassen und
umgesetzt.

Artikel 2
Ausarbeitung von Aalbewirtschaftungsplänen
1. Die Mitgliedstaaten ermitteln die Einzugsgebiete in ihrem Hoheitsgebiet, die natürliche
Lebensräume des Europäischen Aals bilden ("Aaleinzugsgebiete"), und grenzen diese
Gebiete, die auch Seegewässer umfassen können, ab. Ein Mitgliedstaat kann bei entsprechender
Begründung sein gesamtes Hoheitsgebiet oder eine bestehende regionale Verwaltungseinheit
als geschlossenes Aaleinzugsgebiet ausweisen.
2. Bei der Abgrenzung der Aaleinzugsgebiete berücksichtigen die Mitgliedstaaten soweit irgend
möglich die in Artikel 3 der Richtlinie 2000/60/EG genannten Verwaltungsvereinbarungen.
3. Die Mitgliedstaaten erstellen für jedes Aaleinzugsgebiet nach Absatz 1 einen Aalbewirtschaftungsplan.
4. Ziel jedes Aalbewirtschaftungsplans ist es, die anthropogene Mortalität zu verringern und so
mit hoher Wahrscheinlichkeit die Abwanderung von mindestens 40 % derjenigen Biomasse
an Blankaalen ins Meer zuzulassen, die gemäß der bestmöglichen Schätzung ohne Beeinflussung
des Bestands durch anthropogene Einflüsse ins Meer abgewandert wäre. Der
Aalbewirtschaftungsplan wird erstellt, um dieses Ziel langfristig zu erreichen.
5. Die angestrebte Abwanderungsrate wird unter Berücksichtigung der für jedes Aaleinzugsgebiet
verfügbaren Daten nach einer oder mehreren der drei folgenden Methoden ermittelt:
a) Verwendung von im geeignetsten Zeitraum vor 1980 erhobenen Daten, sofern diese in
ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen,

10361/07 ADD 1 gt/ar 3
DG B III DE

b) habitatbezogene Bewertung der potenziellen Aalproduktion bei Fehlen anthropogener
Mortalitätsfaktoren oder
c) Zugrundelegung ökologischer und hydrographischer Daten vergleichbarer Einzugsgebiete.
6. Jeder Aalbewirtschaftungsplan enthält eine Beschreibung und eine Analyse des gegenwärtigen
Aalbestands im Aaleinzugsgebiet und setzt diesen zu der in Absatz 4 vorgegebenen
angestrebten Abwanderungsrate in Beziehung.
7. Jeder Aalbewirtschaftungsplan umfasst Maßnahmen zur Erreichung, Überwachung und
Verifizierung des in Absatz 4 vorgegebenen Ziels. Die Mitgliedstaaten bestimmen die Mittel
entsprechend den jeweiligen lokalen und regionalen Gegebenheiten.
8. Aalbewirtschaftungspläne können unter anderem folgende Maßnahmen umfassen:
– Reduzierung der kommerziellen Fangtätigkeit,
– Einschränkung der Sportfischerei,
– Besatzmaßnahmen,
- strukturelle Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit von Flüssen und zur
Verbesserung ihrer Lebensräume, gekoppelt mit anderen Umweltmaßnahmen,
- Verbringung von Blankaalen aus Binnengewässern in Gewässer, aus denen sie
ungehindert in die Sargassosee abwandern können,
- Maßnahmen gegen Raubtiere,
- befristete Abschaltung von Wasserkraftwerksturbinen,
- Maßnahmen in Bezug auf Aquakultur.

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DG B III DE

9. Jeder Aalbewirtschaftungsplan enthält einen Zeitplan für die Erreichung der in Absatz 4
vorgegebenen Abwanderungsrate, der auf einem schrittweisen Ansatz beruht, von einer
erwarteten Populationszunahme abhängt und Maßnahmen umfasst, die vom ersten
Umsetzungsjahr des Aalbewirtschaftungsplans an durchgeführt werden.
10. Im Rahmen der Aalbewirtschaftungspläne ergreifen die Mitgliedstaaten schnellstmöglich
geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Mortalitätsraten, die durch außerfischereiliche
Faktoren wie z.B. Wasserkraftwerksturbinen, Pumpen oder Raubtiere bedingt sind, sofern
dies im Hinblick auf das Ziel des Plans erforderlich ist.
11. Jeder Aalbewirtschaftungsplan enthält eine Beschreibung der Maßnahmen im Bereich der
Kontrolle und der Sanktionen, die nach Artikel 9 in anderen Gewässern als den Gewässern
der Gemeinschaft angewandt werden.
12. Ein Aalbewirtschaftungsplan ist ein im Rahmen einer gemeinschaftlichen Erhaltungsmaßnahme
gemäß Artikel 24 Absatz 1 Ziffer v der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006 auf nationaler
Ebene angenommener Bewirtschaftungsplan.

Artikel 2b
Ausnahme von der Verpflichtung zur Erstellung eines Aalbewirtschaftungsplans
1. Ein Mitgliedstaat kann von der Verpflichtung zur Ausarbeitung eines Aalbewirtschaftungsplans
befreit werden, wenn hinreichend begründet wird, dass die in seinem Hoheitsgebiet
gelegenen Flusseinzugsgebiete oder Seegewässer keine natürlichen Lebensräume des
Europäischen Aals bilden.
2. Die betreffenden Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission bis spätestens 1. Januar 2008
einen nach Absatz 1 erstellten Antrag auf Ausnahme.
3. Diese Anträge auf Ausnahme werden nach einer technischen und wissenschaftlichen
Bewertung durch den Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für die Fischerei
oder andere geeignete wissenschaftliche Einrichtungen nach dem Verfahren gemäß Artikel 30
Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 von der Kommission genehmigt.

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DG B III DE

4. Genehmigt die Kommission einen Antrag auf Ausnahme, so gilt Artikel 3 nicht für den
betreffenden Mitgliedstaat.

Artikel 3
Übermittlung der Aalbewirtschaftungspläne
1. Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission bis spätestens 31. Dezember 2008 die
gemäß Artikel 2 erstellten individuellen Aalbewirtschaftungspläne.
2. Ein Mitgliedstaat, der der Kommission bis zum 31. Dezember 2008 keinen Aalbewirtschaftungsplan
zur Genehmigung vorgelegt hat, bewirkt durch eine Verkürzung der Fangzeit
für Aal oder durch andere Maßnahmen eine Reduzierung des Fischereiaufwands um
mindestens 50 % gegenüber dem durchschnittlichen Fischereiaufwand der Jahre 2004 bis
2006 oder eine Reduzierung des Fischereiaufwands, die eine Verringerung der Aalfänge um
mindestens 50 % gegenüber den durchschnittlichen Fangmengen der Jahre 2004 bis 2006
sicherstellt. Diese Reduzierung ist vom 1. Januar 2009 an umzusetzen.
3. Die Fangreduzierungen nach Absatz 2 können völlig oder teilweise ersetzt werden durch
unverzügliche Maßnahmen im Hinblick auf andere anthropogene Mortalitätsfaktoren, die
bewirken, dass die gleiche Anzahl migrierender Blankaale zum Laichen ins Meer abwandern
kann, wie es bei einer Fangreduzierung der Fall wäre.

Artikel 4
Genehmigung und Umsetzung der Aalbewirtschaftungspläne
1. Die Aalbewirtschaftungspläne werden nach einer technischen und wissenschaftlichen
Bewertung durch den Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für die Fischerei
oder andere geeignete wissenschaftliche Einrichtungen nach dem Verfahren gemäß Artikel 30
Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 von der Kommission genehmigt.
2. Die Mitgliedstaaten setzen die von der Kommission gemäß Absatz 1 genehmigten Aalbewirtschaftungspläne
ab dem 1. Juli 2009 oder zum frühestmöglichen Zeitpunkt vor diesem Tag
um.

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DG B III DE

3. Ab dem 1. Juli 2009 oder ab dem Zeitpunkt der Umsetzung des Aalbewirtschaftungsplans vor
diesem Tag ist die Befischung von Aal der Art Anguilla anguilla ganzjährig erlaubt, sofern
dabei die Bedingungen und Einschränkungen des von der Kommission gemäß Absatz 1
genehmigten Aalbewirtschaftungsplans eingehalten werden.
4. Ein Mitgliedstaat, der der Kommission bis zum 31. Dezember 2008 einen Aalbewirtschaftungsplan
zur Annahme vorgelegt hat, der von der Kommission nicht nach Absatz 1
genehmigt werden kann, bewirkt durch eine Verkürzung der Fangzeit für Aal oder durch
andere Maßnahmen eine Reduzierung des Fischereiaufwands um mindestens 50 % gegenüber
dem durchschnittlichen Fischereiaufwand der Jahre 2004 bis 2006 oder eine Reduzierung des
Fischereiaufwands, die eine Verringerung der Aalfänge um mindestens 50 % gegenüber den
durchschnittlichen Fangmengen der Jahre 2004 bis 2006 sicherstellt. Diese Reduzierung ist
nach der Entscheidung, den Plan nicht zu genehmigen, binnen drei Monaten umzusetzen.
5. Die Fangreduzierungen nach Absatz 4 können völlig oder teilweise ersetzt werden durch
unverzügliche Maßnahmen im Hinblick auf andere anthropogene Mortalitätsfaktoren, die
bewirken, dass die gleiche Anzahl migrierender Blankaale zum Laichen ins Meer abwandern
kann, wie es bei einer Fangreduzierung der Fall wäre.
6. Kann die Kommission einen Aalbewirtschaffungsplan nicht genehmigen, so kann der
betreffende Mitgliedstaat innerhalb von drei Monaten nach der Entscheidung, den Plan nicht
zu genehmigen, einen überarbeiteten Plan vorlegen.
Der überarbeitete Aalbewirtschaftungsplan wird nach dem Verfahren gemäß Absatz 1
genehmigt. Die Fangreduzierungen nach Absatz 4 sind nur dann umzusetzen, wenn die
Kommission den überarbeiteten Plan nicht genehmigt.

Artikel 5
Grenzübergreifende Aalbewirtschaftungspläne
1. Erstreckt sich ein Aaleinzugsgebiet über das Gebiet von mehr als einem Mitgliedstaat, so
erstellen die betreffenden Mitgliedstaaten gemeinsam einen Aalbewirtschaftungsplan.

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Sofern die Abstimmung sich derart zu verzögern droht, dass ein rechtzeitiges Einreichen des
Aalbewirtschaftungsplans unmöglich wird, können die Mitgliedstaaten Aalbewirtschaftungspläne
für ihren eigenen Teil des Einzugsgebiets einreichen.
2. Geht ein Aaleinzugsgebiet über das Gebiet der Gemeinschaft hinaus, so bemühen sich die
betreffenden Mitgliedstaaten in Absprache mit den betreffenden Drittländern um die Ausarbeitung
eines Aalbewirtschaftungsplans, wobei der Zuständigkeit einschlägiger regionaler
Fischereiorganisationen Rechnung getragen wird. Beteiligen sich die betreffenden Drittstaaten
nicht an der gemeinsamen Ausarbeitung eines Aalbewirtschaftungsplans, so können die
betreffenden Mitgliedstaaten Aalbewirtschaftungspläne für den in ihrem Hoheitsgebiet
gelegenen Teil des Aaleinzugsgebiets vorlegen, um die in Artikel 2 Absatz 4 vorgegebene
Abwanderungsrate zu erreichen.
3. Die Artikel 2, 3 und 4 gelten für die in den Absätzen 1 und 2 genannten grenzübergreifenden
Pläne sinngemäß.

Artikel 6
Besatzmaßnahmen
1. Erlaubt ein Mitgliedstaat die Befischung von Aalen von weniger als 12 cm Länge, entweder
als Teil eines nach Artikel 2 ausgearbeiteten Aalbewirtschaftungsplans oder im Zuge der
Reduzierung des Fischereiaufwands nach Artikel 3 Absatz 2 oder Artikel 4 Absatz 4, so
behält er mindestens 60 % der in diesem Mitgliedstaat pro Jahr gefangenen Aale von weniger
als 12 cm Länge der Vermarktung zum Zwecke der Aufstockung des Besatzes in den von den
Mitgliedstaaten nach Artikel 2 Absatz 1 ausgewiesenen Aaleinzugsgebieten vor, um die
Abwanderungsraten von Blankaalen zu erhöhen.
2. Der für die Aufstockung vorgesehene Prozentsatz von 60 % ist in einem gemäß Artikel 2
erstellten Aalbewirtschaftungsplan festzulegen. Der Prozentsatz beträgt im ersten Jahr der
Anwendung eines Aalbewirtschaftungsplans mindestens 35 % und wird jährlich um
mindestens 5 % erhöht. Der Prozentsatz von 60 % wird bis 31. Juli 2013 erreicht.

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DG B III DE

3. Die Mitgliedstaaten richten ein geeignetes Meldesystem ein, um zu gewährleisten, dass die
entsprechenden Prozentsätze gemäß Absatz 2 der Fänge von Aalen von weniger als 12 cm
Länge im Rahmen eines Aufstockungsprogramms verwendet werden.
4. Die Übertragung von Aalen für die Aufstockung muss Teil eines Aalbewirtschaftungsplans
im Sinne von Artikel 2 sein. In den Aalbewirtschaftungsplänen ist die Menge von Aalen von
weniger als 12 cm Länge festgelegt, die für die Aufstockung erforderlich ist, um die
Abwanderungsraten von Blankaalen zu erhöhen.
5. Die Kommission erstattet dem Rat jährlich Bericht über die Entwicklung der Marktpreise für
Aale von weniger als 12 cm Länge. Zu diesem Zweck führen die betreffenden Mitgliedstaaten
ein geeignetes System zur Überwachung der Preise ein und erstatten der Kommission jährlich
Bericht über diese Preise.
6. Ist ein erheblicher Rückgang der durchschnittlichen Marktpreise von für zur Aufstockung
verwendetem Aal im Vergleich zu den Preisen von für andere Zwecke verwendetem Aal zu
verzeichnen, so setzt der betreffende Mitgliedstaat die Kommission davon in Kenntnis. Die
Kommission trifft im Einklang mit dem Verfahren im Sinne des Artikels 30 Absatz 2 der
Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 geeignete Maßnahmen, um dieser Situation zu begegnen, zu
denen auch eine vorübergehende Verringerung der Prozentsätze gemäß Absatz 2 gehören
kann.
7. Die Kommission erstattet dem Rat spätestens bis zum 1. Juli 2011 Bericht und bewertet die
Besatzmaßnahmen, einschließlich der Entwicklung der Marktpreise. Auf der Grundlage dieser
Bewertung entscheidet der Rat auf Vorschlag der Kommission mit qualifizierter Mehrheit
über geeignete Schritte, mit denen die Besatzmaßnahmen ausgeglichen werden und
gleichzeitig der in Absatz 1 genannte Prozentsatz erreicht wird.
8. Die Aufstockung gilt für die Zwecke des Artikels 38 Absatz 2 der Verordnung (EG)
Nr. 1198/2006 als Erhaltungsmaßnahme, sofern

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DG B III DE

• sie Teil eines nach Artikel 2 ausgearbeiteten Aalbewirtschaftungsplans ist,
• Aale von weniger als 20 cm Länge betrifft und
• zum Erreichen des in Artikel 2 Absatz 4 vorgegebenen Abwanderungsziels von 40 %
beiträgt.

Artikel 7
Maßnahmen betreffend Gemeinschaftsgewässer
1. Betreibt ein Mitgliedstaat Aalfischerei in Gemeinschaftsgewässern, so verringert er entweder
den Fischereiaufwand um mindestens 50 % gegenüber dem durchschnittlichen Fischereiaufwand
der Jahre 2004 bis 2006 oder er verringert den Fischereiaufwand so, dass eine
Reduzierung der Aalfänge um mindestens 50 % gegenüber den durchschnittlichen Fangmengen
der Jahre 2004 bis 2006 sichergestellt ist. Diese Reduzierung wird schrittweise
erreicht, beginnend mit Schritten von 15 % jährlich in den ersten beiden Jahren des Fünfjahreszeitraums
ab dem 1. Juli 2009.
2. Gemeinschaftsgewässer für die Zwecke von Absatz 1 sind die Gewässer seeseitig der
Grenzen der gemäß Artikel 2 Absatz 1 von den Mitgliedstaaten ausgewiesenen Aaleinzugsgebiete,
die natürliche Lebensräume für Aal bilden.

Artikel 8
Berichterstattung und Bewertung
1. Jeder Mitgliedstaat erstattet der Kommission zunächst im Abstand von drei Jahren Bericht;
der erste Bericht ist spätestens bis 30. Juni 2012 vorzulegen. Nach Vorlage der ersten drei
Dreijahresberichte erfolgt die Berichterstattung alle sechs Jahre. Die Berichte behandeln die
Überwachung, die Wirksamkeit und die Ergebnisse und enthalten die bestmöglichen
Schätzungen
a) der Biomasse der zum Laichen ins Meer abwandernden Blankaale für den
betreffenden Mitgliedstaat oder des Anteils der Biomasse der Blankaale, die das
Gebiet dieses Mitgliedstaats seewärts zum Laichen verlassen, im Verhältnis zu der
in Artikel 2 Absatz 4 vorgegebenen Abwanderungsrate;

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b) des jährlichen Fischereiaufwands für Aal und der gemäß Artikel 3 Absatz 2 und
Artikel 4 Absatz 4 durchgeführten Reduzierung;
c) der außerfischereilichen Mortalitätsfaktoren und der gemäß Artikel 2 Absatz 10
durchgeführten Reduzierung;
d) der Fangmengen an Aal von weniger als 12 cm Länge und ihrer prozentualen
Aufschlüsselung nach Verwendungszwecken.
2. Die Kommission übermittelt dem Europäischen Parlament und dem Rat bis spätestens
31. Dezember 2013 einen Bericht mit einer statistischen und wissenschaftlichen Bewertung
der Ergebnisse der Umsetzung der Aalbewirtschaftungspläne zusammen mit einer Stellungnahme
des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für die Fischerei.
3. Die Kommission schlägt unter Berücksichtigung des Berichts gemäß Absatz 2 geeignete
Maßnahmen vor, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wiederauffüllung des Bestands des
Europäischen Aals bewirken, und der Rat entscheidet mit qualifizierter Mehrheit über alternative
Maßnahmen zum Erreichen der Abwanderungsrate nach Artikel 2 Absatz 4 oder der
Reduzierung des Fischereiaufwands nach Artikel 3 Absatz 2 und Artikel 4 Absatz 4.

Artikel 9
Kontrolle und Sanktionen in anderen Gewässern als den Gemeinschaftsgewässern
Die Mitgliedstaaten schaffen eine Kontroll- und Fangüberwachungsregelung, die an die Gegebenheiten
und den bestehenden Rechtsrahmen für die Binnenfischerei in dem betreffenden Mitgliedstaat
angepasst ist und den einschlägigen Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93
entspricht.
Die Kontroll- und Fangüberwachungsregelung enthält eine detaillierte Beschreibung aller Regelungen
für die Zuteilung von Fangrechten in den von den Mitgliedstaaten nach Artikel 2 Absatz 1 ausgewiesenen
Aaleinzugsgebieten, die natürliche Lebensräume für Aal bilden, einschließlich privater
Gewässer.

10361/07 ADD 1 gt/ar 11
DG B III DE

Artikel 10
Informationen über Fangtätigkeiten
1. Bis zum 1. Januar 2009 erstellt jeder Mitgliedstaat die folgenden Angaben über gewerbliche
Fangtätigkeiten:
- ein Verzeichnis aller Fischereifahrzeuge unter seiner Flagge, die zum Aalfang in
Gemeinschaftsgewässern nach Artikel 7 berechtigt sind, ungeachtet der Gesamtlänge
des Fischereifahrzeugs;
- ein Verzeichnis aller Fischereifahrzeuge, gewerblichen Akteure und Fischer, die zum
Aalfang in den gemäß Artikel 2 Absatz 1 von den Mitgliedstaaten ausgewiesenen
Aaleinzugsgebieten, die natürliche Lebensräume für Aal bilden, berechtigt sind;
- ein Verzeichnis aller Einrichtungen, die Fischauktionen veranstalten, oder anderen von
den Mitgliedstaaten zugelassenen Stellen oder ermächtigten Personen, die die Erstvermarktung
von Aal durchführen.
2. Die Mitgliedstaaten erstellen regelmäßig Schätzungen der Anzahl der Freizeitfischer und ihrer
Aalfänge.
3. Die Mitgliedstaaten übermitteln die Informationen nach den Absätzen 1 und 2 auf Anfrage
der Kommission.

Artikel 11
Kontrolle und Sanktionen bei der Ein- und Ausfuhr von Aal
Bis spätestens 1. Juli 2009
- ergreifen die Mitgliedstaaten die erforderlichen Maßnahmen für die Feststellung der Herkunft
und für die Rückverfolgbarkeit aller lebenden Aale, die in ihr Hoheitsgebiet eingeführt oder
aus ihm ausgeführt werden;
- stellen die Mitgliedstaaten fest, ob die im Gebiet der Gemeinschaft gefangenen und aus ihrem
Hoheitsgebiet ausgeführten Aale im Einklang mit den gemeinschaftlichen Erhaltungsmaßnahmen
gefangen wurden;

10361/07 ADD 1 gt/ar 12
DG B III DE

Und der Anhang im Textformat:

ADDENDUM 2 ZUM A-PUNKT-VERMERK
des Ausschusses der Ständigen Vertreter
für den Rat
Nr. Kommissionsvorschlag: 13139/05 PECHE 203 - KOM(2005) 472 endg.
Betr.: Vorschlag für eine Verordnung des Rates mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung
des Bestands des Europäischen Aals
Gemeinsame Erklärung des Rates und der Kommission


Die nach Artikel 2 Absatz 4 angestrebte Abwanderungsrate von 40 % versteht sich als Durchschnittswert
für die Gewässer der Mitgliedstaaten, so dass eine Differenzierung nach den jeweiligen
Gegebenheiten der verschiedenen Einzugsgebiete möglich ist.
Erklärung der Kommission zu den Beschränkungen des internationalen Handels mit Europäischem
Aal


Die Kommission beabsichtigt, nach der Annahme dieser Verordnung Beschränkungen des internationalen
Handels mit Europäischem Aal vorzuschlagen, um die in der Verordnung enthaltenen
Wiederauffüllmaßnahmen zu unterstützen. Sie wird bei der Abfassung des entsprechenden Vorschlags
den gemeinschaftlichen WTO-Verpflichtungen in vollem Umfang Rechnung tragen.

10361/07 ADD 2 dke/GT/ps 2
DG B III DE

 


(c) 2015 Matthias Huber

Bezirksleiter Detlef Probst - Heidering 14 - 21441 Garstedt - Telefon 04173/505937 - Email detlef.pr@arcor.de